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Die Einheitsgemeinde Bad Grund liegt im westlichen Harz im Landkreis Göttingen in einem romantischen, nach Süden geöffneten und idyllischen Tal, umgeben von Laub- und Nadelwäldern. Geographisch befindet sich die älteste der Oberharzer Bergstädte am westlichen Rand des Harzes mit Clausthal-Zellerfeld im Osten, Seesen im Westen und Osterode im Süden. Bekannt ist Bad Grund im Harz vor allem für seinen Heilstollen-Kurbetrieb für Atemwegserkrankungen und gilt daher seit dem Jahr 2009 als staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort.

 

Heilstollen und heilklimatischer Kurort

Im Inneren des Ibergs, genauer gesagt im Eisenstollen, sind sowohl Urlauber als auch Kurgäste herzlich willkommen. Umfangreichen Untersuchungen zufolge herrschen hier einzigartige Luftbedingungen, welche insbesondere Menschen mit Atemwegserkrankungen spürbar zugutekommen. Diese können dank der konstanten Luftbedingungen von 9 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 % sowie einer absolut pollenfreien Atemluft befreit aufatmen.

 

Das Iberger Kalkmassiv entstand vor mehr als 360 Millionen Jahren im Zeitalter des Oberdevon nördlich der heutigen Bergstadt. Die sich darin ablagernden Eisenerze wurden nachweislich ab dem 15. Jahrhundert bis zum Jahr 1885 abgebaut. Aus jener Epoche stammt auch der heute zur Heilstollentherapie genutzte Eisensteinstollen.

 

Erstmals wurde dieser ab den 1980er Jahren für therapeutische Zwecke im Rahmen einer Versuchsphase genutzt, nach deren erfolgreichem Abschluss im Jahr 1989 schließlich der Ausbau in den heutigen Zustand erfolgte. Im Jahr 2009 erfolgte letztendlich die Zertifizierung als staatlich anerkannter Kurort, und nach langjährigen Bemühungen konnte sich die Heilstollentherapie nun auch als vertraglich geregelte Leistung gesetzlicher Krankenkassen etablieren.

 

Natur, Aktivurlaub und Erholung

Die Therapie im Heilstollen wird gerne mit einer heilklimatischen Kur verbunden. Hierzu dienen insgesamt vier zertifizierte heilklimatische Wanderwege rund um Bad Grund, bestehend aus unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden mit abwechslungsreichen und interessanten Ausblicken entlang des Weges.

 

Insbesondere für sportliche Naturfreunde hat die Umgebung der Bergstadt einiges zu bieten. So lassen sich hier zahlreiche ausgeschilderte Wege für Wanderer, Mountainbiker, Nordic Walker und Ski-Langläufer entdecken, die gleichermaßen für Spaß sorgen und sich zudem förderlich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Neben dem gut ausgeschilderten Wegenetz dürften auch urige Gaststätten sowie die Ausblicke auf das im Tal gelegene Bad Grund die Herzen von Naturliebhabern und Wanderern höherschlagen lassen. Bekannt ist hierbei vor allem die König-Hübich-Route als Horizontal- und Sagenweg, der rund um Bad Grund führt und aufgrund seiner Geschichten des Bad Grundner Sagenkönigs besonders für Familien geeignet ist.

 

Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

Zu den beliebtesten Ausflugszielen in und um Bad Grund zählt sicherlich das HöhlenErlebnisZentrum - Iberger Tropfsteinhöhle, welche Naturgeschichte, Höhlenwelt und Archäologie vereint. Im Mittelpunkt dessen steht ein ca. 350 Millionen Jahre altes Korallenriff, welches durch die Verschiebung von Kontinentalplatten in den heutigen Harz gelangte. Auch die mächtigen Sinterkaskaden und Bodentropfsteine der Iberger Tropfsteinhöhle sind absolut sehenswert und machen die unterirdische Welt zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ergänzt wird der Besuch durch spannende Einblicke in die Entstehung des Ibergs sowie durch archäologische Ausstellungen, die 3000 Jahre alten Funde, einen Nachbau des Höhlengrabs und die sensationellen Forschungsergebnisse zeigen.

 

Sehenswert ist ebenso der WeltWald Harz oberhalb von Bad Grund, bei dem es sich um ein Arboretum rund um den sagenumwobenen Korallenfelsen Hübichenstein handelt. Hier lässt sich die Vielfältigkeit der Harzer Natur besonders gut beobachten. Durch die Mischung aus mehreren tausend Pflanzen und Bäumen aus aller Welt ist hier ein einzigartiger Wald entstanden. Die Gehölze wachsen in ähnlichen Waldbeständen und Pflanzengesellschaften, wie sie auch in ihren ursprünglichen Heimatregionen vorkommen. Auf dem gesamten Areal sammeln sich in Summe rund 600 verschiedene Baumarten, deren Herkunft auf den zahlreichen Informationstafeln entlang der Wanderwege im Detail erläutert wird. Im nordamerikanischen Teil des Arboretums können Besucher auf einem einzigartigen Erlebnispfad in die Welt der Indianer eintauchen und dabei sogar beeindruckende Totempfähle bestaunen.

 

Ebenso lohnenswert ist ein Besuch der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Schachtanlage Knesebeck im Bergbaumuseum Knesebeckschacht, die spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte der Region bietet. Auch der Ortskern hält einige Besonderheiten bereit: Am Marktplatz erklingt das Glockenspiel, das Märchental ist ein schönes Ziel für Familien, und der mehr als 40 Meter hohe Kalkfelsen Hübichenstein verwandelt sich jedes Jahr in der Walpurgisnacht am 30. April in die eindrucksvolle Kulisse eines Open-Air-Theaters mit Hexentanz.

 

Wer es lieber ruhiger angehen möchte, der wird im Hallenbad mit 31 Grad warmem Wasser und Bewegungsbecken im Kurzentrum beste Voraussetzungen für Entspannung pur finden. Vielfältige Gesundheits- und Wohlfühlangebote laden zum Entspannen ein, während das lichtdurchflutete Atrium regelmäßig als Treffpunkt für gesellschaftliche Veranstaltungen dient.

LandkreisGöttingen
Höhe358m über NHN
Fläche41,31 km²
Einwohner8.094 (Dez. 2021)
PLZ37539
Kfz.GÖ, DUD, HMÜ, OHA

  • 37539 Badenhausen
  • 37539 Eisdorf
  • 37539 Gittelde
  • ​​​​​​​37539 Laubhütte
  • ​​​​​​​37539 Neuhütte
  • ​​​​​​​37539 Oberhütte
  • ​​​​​​​37539 Taubenborn
  • ​​​​​​​37539 Teichhütte
  • ​​​​​​​37539 Willensen
  • ​​​​​​​37539 Windhausen

An der Mühlenwiese 1
37539 Bad Grund (Harz)

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