Der Harz ist so vielseitig wie beliebt und zieht jedes Jahr unzählige Besucher aus aller Welt in seinen Bann. Neben den vielen Bergen und Hügelketten und der malerischen Landschaft sind es vor allem die vielen herausragenden Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten, die die Harzer Region so reizvoll machen. Dazu zählen auf jeden Fall auch die Schnarcherklippen von Schierke. Dieser ungewöhnliche Name übt allein schon einen ganz besonderen Reiz aus, denn Du möchtest doch sicherlich sofort wissen, warum diese Klippen einen derart außergewöhnlichen Namen tragen und was sich dahinter verbirgt. Wir wollen Dich nicht länger auf die Folter spannen und lösen das Rätsel auf.

Die Schnarcherklippen in Schierke – Schnarchen inklusive!

Gelegen im Hochharz mitten im wunderschönen Naturpark Harz / Sachsen-Anhalt zwischen den kleinen Orten Elend und Schierke, befinden sich die Schnarcherklippen an der Flanke des Barenbergs. Es gibt genau zwei Felstürme, die den klangvollen Namen Schnarcherklippen tragen. Sie stehen etwa 20 Meter voneinander entfernt und haben eine Besonderheit, die dafür sorgt, dass bei Wind ein seltsames Geräusch auftritt. Bei den Schnarcherklippen handelt es ich nämlich um Granitgestein. In diesem ist Magnetit enthalten – auch unter Magneteisen bekannt. Dies sorgt dafür, dass eine Ablenkung der Kompassnadel aus der Nordrichtung entsteht und man somit nicht in der Lage ist, den Kompass exakt einzusetzen. Man vermutet, dass die Magnetisierung des Gesteins Blitzeinschlägen zu verdanken ist. Kommt der Wind nun aus dem Südosten und streicht an den Felsen entlang, entsteht durch diese Kombination von ungewöhnlichen Vorkommnissen dieses Phänomen der besonderen Laute, das eben wie echtes Schnarchen klingt. Das muss man einfach mal gehört haben!

Die Schnarcherklippen von Schierke – in bester Gesellschaft

Die beiden Felstürme sind jeweils 25 Meter bzw. 28 Meter hoch. Unweit der beiden Schnarcherklippen befinden sich im Nordwesten die Mäuseklippe sowie die Scherstorklippen in südwestlicher Richtung. Alle Klippen sind durch eine sogenannten Wollsackverwitterung entstanden, die durch ein besonderes Zusammenspiel von chemischen und physikalischen Prozessen entsteht. Diese kantigen, abgerundeten Gesteinsblöcke sehen aus wie aufeinandergestapelte Kissen oder auch Wollsäcke – daher die ungewöhnliche Bezeichnung.

Ein Naturdenkmal allererster Güte

Die Schnarcherklippen liegen im nordwestlichen Teil des Barenbergs auf einer Höhe von etwa 670 Metern. Wir empfehlen Dir, bei Deinem Besuch der Schnarcherklippen den Weg über den Wanderweg von dem schönen Örtchen Schierke aus zu wählen, der sich über den Teufelsstieg erstreckt. Wahlweise funktioniert auch der Wanderweg vom Ort Elend aus mitten durch das Naturschutzgebiet Elendstal sehr gut. Du kannst über verschiedene Leitern aus Eisen die Felsen erklimmen und hast anschließend einen herrlichen Blick über die umliegenden Berge und Hügel wie den Barenberg, den Wurmberg und sogar den Brocken. Das ist der Harz in seiner ganzen Pracht!

Schon Goethe liebte die Schnarcherklippen

Spannender Plot: Auch der bekannte Dichter Johann Wolfgang von Goethe war fasziniert von diesem besonderen Naturschauspiel und erwähnte die Schnarcherklippen sogar gleich in mehreren Absätzen seines berühmtesten Werkes „Faust“ – schließlich war Goethe nicht nur Dichter und Schriftsteller, sondern dazu auch ein passionierter Naturforscher. Die Passage in Goethes Faust ist so einprägsam wie klangvoll „… und die Klippen, die sich bücken, und die langen Felsennasen, wie sie schnarchen, wie sie blasen!“

Schnarcherklippen
38879 Wernigerode

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