Das Josephskreuz im Harz ist ein alter Fachwerkturm, der sich zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Gegend des Auerbergs entwickelt hat. Der Auerberg selbst ist ganze 580 Meter hoch und stellt somit die größte Erderhebung zwischen dem Brocken und dem Kyffhäuser dar. Darauf thront dann das besagte Josephskreuz. Du kannst Dir anhand dessen bereits vorstellen, welche Aussicht und welch großartiges Panorama Dich und Deine Familie oder Freunde dort erwarten. Nicht nur die Aussicht, sondern vor allem der Wanderweg rund um das Josephskreuz sind absolut empfehlenswert. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass auf solch einer großen Höhe ein Fachwerkturm errichtet wurde?

Der Ursprung des Josephskreuzes

Das niederländische Königshaus Stolberg, das im Schloss Stolberg im Südharz einst seinen Sitz hatte, wollten, dass auf dem Auerberg ein solcher Fachwerkturm errichtet wird. Dies geschah im 17. Jahrhundert zu Zwecken der Übersicht und Ausschau über die Handelsstraßen, so viel zu der Errichtung. Dieser Turm war aber noch lange nicht das Josephskreuz, was es heute ist. Hierzu wird sich auch heute immer noch gerne folgende Sage erzählt: Eines Tages soll angeblich ein Fremder zu dem Auerberg gekommen sein. Dieser wollte in dem Berge nach „roter Farbe“ suchen und begab sich so unter den Berg. Bei seinem Vorhaben soll er solche Tunnel gegraben haben, dass er den Turm untergrub und somit dessen Fundament lockerte. Der Fachwerkturm soll sich sogar kurz vor dem Einsturz befunden haben. Daher wurde er 1768, und weil er marode war, komplett abgerissen. Doch wie kam es schlussendlich dazu, dass das heutige Josephskreuz gebaut wurde?

Preußischer Baumeister ebnet den Weg

Der bekannte Architekt Karl Friedrich Schinkel wurde 1834 vom Grafen Franz Joseph zu Stolberg-Stolberg mit dem Entwurf für das Josephskreuz konsultiert. Da Dir nun der Auftraggeber bekannt ist, weißt Du sicherlich auch, woher der Name des Josephskreuzes rührt. Es war sage und schreibe 26 Meter hoch und für seine Erbauung musste ein kleiner Wald mit knapp 370 Eichen gefällt werden. Das „erste“ Josephskreuz sollte gleich seinem Vorgänger auch nicht lange stehen. 1880 war es so weit, ein krachender Blitz schlug in das Holzgebilde ein, es fing Feuer und brannte ohne Überbleibsel nieder. Allerdings war das Josephskreuz ein solch beliebtes Ziel bei Wanderern, dass es nicht lange dabeibleiben sollte.

Mit Engagement und Willen zum Ziel

Im Jahre 1896 entstand endlich das heutige Josephskreuz, das in Zusammenarbeit mit dem Harzklub und Fürst Alfred zu Stolberg-Stolberg genehmigt wurde. Inzwischen bestand das Josephskreuz nicht mehr aus Holz, sondern aus Eisen. Bis heute ziert das wuchtige Doppelkreuz den Auerberg und steht mit seinen 246 Tonnen Gewicht imposant dar.

Viele Wanderwege führen zum Denkmal

Letztmalig wurde das Josephskreuz 2004 restauriert und bietet einen umwerfenden Anblick. Wir empfehlen Dir die Route des Lutherwegs oder der Alten Auerbergstraße. Fakt ist, dass das Josephskreuz auf jeden Fall eine Reise wert ist, das wunderschöne Panorama wird Dich begeistern.

Auerberg
06536 Südharz

Harzspots schenkt Dir das
Komoot Regionen-Paket Harz!

Nutze unseren Gutschein des Outdoor-Navigators Komoot und erhalte kostenfrei das „Regionen-Paket Harz“. So kannst Du fortan alle Wander- und Fahrradstrecken digital und nach Wunsch auch sprachgeführt kennenlernen!

Weitere Infos